Geschichte

1948

Im Gasthaus Wagner gründen 48 Mitglieder den Hartmannshofer Sportverein. Das Startkapital von 349,–– Reichsmark wird durch eine Listensammlung von Paul Bachmüller und Hans Wild spürbar aufgebessert.
Als Sportfeld dient dem Verein nach wie vor der "Hutanger" auf dem Fallberg.
Im Steinbruchgebiet der Firma Sebald links der Straße nach Hunas wird mit ersten Arbeiten am neuen Sportplatz begonnen.

1949

Ein defekter Bagger und nicht zuletzt notwendige und kaum zu bewältigende Erdbewegungen an der Hunaser Straße lassen das Projekt "Neuer Sportplatz" trotz großen Einsatzes scheitern.
Anfang August beschließt die außerordentliche Mitgliederversammlung die Pachtung von zwei Wiesen im "Haag", dem Talgrund Richtung Pommelsbrunn. Bereits am 27./28. August wird der neue Sportplatz nach schweißtreibenden Arbeitseinsätzen mit einem Pokalturnier eingeweiht. Im September folgt die Aufnahme des Punktspielbetriebes. Aktiv sind eine 1. und 2. Mannschaft, Alte Herren und ein Jugendteam.
Das Vereinslokal wechselt vom Gasthaus Wagner zum "Goldenen Hirschen" (vormals Weiß).

1950

Nach mehr als einjährigen, zähen Verhandlungen kommt der Pachtvertrag für die Haagwiesen mit den Eigentümern Berta Roth, Hartmannshof, und Fritz Tauber, Waizenfeld, zustande. Für die nächsten 10 Jahre ist der Spiel betrieb gesichert.
Ein erster Versuch zur Gründung einer Schülermannschaft scheitert.
Die Schallgrenze von 200 Mitgliedern kann erstmals mittels einer Werbewoche durchbrachen werden. Die Mitgliederversammlung beschließt den Bau einer Platzdrainage, eines Schilderhauses für die Kasse und einer Umkleidebaracke. Die Vorstandschaft wird mit der Angebotseinholung beauftragt.

1951

Aufstieg der "Ersten" in die B–Klasse.
Ein Freundschaftsspiel der 1. Mannschaft gegen die Reserve des 1.FC Nürnberg gerät
zum Großereignis.

1952

Der Kostenvoranschlag für die Bauvorhaben steht: Umkleideraum am Sportplatz
3,20 m x 6,00 m DM 2.754,54. Der Preis beinhaltet die Lieferung von Bruchsteinen, Kanthölzern, Dachlatten und Verschalung, Fußboden mit Lagern, Bieberschwanzziegeln und 4 Fenstern. Zum Bau sollte es jedoch aus verschiedensten Gründen nie kommen. Einzig das Schilderhaus wird neben der notwendigen Drainage realisiert werden.

1954

Endlich darf sich der Verein "e. V." nennen, der Eintrag ins Vereinsregister beim Amtsgericht ist vollzogen.
Wegen "unsachgemäßer und unüberlegter Äußerungen" in Diskussionen um den drohenden Abstieg in die C–Klasse brachten "junge, hitzige Fußballspieler" den gesamten Vorstand fast zum geschlossenen Rücktritt.
Fazit der Vorstandschaft: "Cliquenbildung muss bestraft werden!" (a.d. Protokoll).

1955

Die Neuzeit mit ihren Segnungen trifft den Verein. Wegen der Einrichtung eines Filmtheaters im Wagnersaal muss der beliebte Faschingsball des HSV erstmals auswärts im Lauterbachsaal zu Weigendorf stattfinden.
Der Verein stellt erstmals Antrag an die Gemeinde um Unterstützung für die Benutzung des Sportplatzes durch die Schuljugend.

1956

Erste Nachwuchssorgen werden akut. Es kriselt im Verein, weil die Verantwortlichen die Vereinsinteressen durch andere Aktivitäten und Angebote im Ort und in der Umgebung gefährdet sehen.
Das "verflixte 7.Jahr" bringt nicht nur den Abstieg in die C–Klasse, sondern auch noch
einen schmerzlichen Verlust von 40 Mitgliedern.

1957

Die Jugendmannschaft poliert das Image des Vereins auf, sie wird Gruppenmeister!

1958

Mit einem Pfingstturnier und entsprechenden Ehrungen wird das 10–jährige Bestehen
gefeiert. Die erste große Krise ist überstanden, die Mitgliederzahl wieder jenseits der 200er–Marke.

1959

Wegen der Unsicherheit um die Pachtverlängerung wird erst jetzt die längst fällige Erneuerung der hölzernen Platzeinfriedung in Angriff genommen. Die Tore werden saniert und die Zufahrt instand gesetzt.

1960

Obwohl es sportlich auch bei der "Ersten" wieder aufwärts geht, vermisst die Vereinsführung allenthalben die Unterstützung seitens der Zuschauer. "Auch Geschäftsleute, die am Verein verdienen, vermisse man auf dem Sportplatz und bei den Versammlungen" (a.d. Protokoll).
Großer Schreck im Oktober des Jahres, als die Verantwortlichen erstmals durch einen
Zeitungsbericht von den Plänen einer "Europastraße über den Hartmannshofer Sportplatz" erfahren. Gemeint war die erwogene Verlegung der Bundesstraße 14 über den Bahndamm nach Süden zum Sportplatz hin. Dies löste wieder einmal große Überlegungen um ein anderes Gelände aus.
Höchster Punktspielsieg der 1. Mannschaft in der Vereinsgeschichte: Gegen den SV Hartenstein wird mit sage und schreibe 27 zu null Toren gewonnen. Fritz Steckert trifft dabei alleine ganze 11 mal ins Schwarze

1961

Die Saison endet für die 1.Mannschaft mit dem Wiederaufstieg in die B–Klasse.

1962

Wie gewonnen – so zerronnen! Die "Erste" kehrt nach nur einjährigem Gastspiel wieder in die C–Klasse zurück. Verletzungen und gar der Tod haben empfindliche Lücken in die Mannschaft gerissen und sie entscheidend geschwächt.
Der Verein durchschreitet erneut eine Talsohle. Die Unzufriedenheit der Vorstandschaft mit der Situation zeigt sich in einem Protokoll, wo "das mangelnde Interesse bei Aktiven wie Zuschauern nicht zuletzt auch auf die vielen Kirchweihen in unserer Umgebung" zurückgeführt wird.

1964

Mit neuem Schwung wird an die Jugendarbeit herangegangen – der Schülerfußball hält Einzug im Verein.
Die Gründung des Nachbarn SpVgg Weigendorf schmälert das Spielerpotential empfindlich.
Ganz im Sinne früherer Bemühungen entsteht ein breiteres Angebot für sportliche Betätigung, die Gymnastik feiert ihren Einstand! Mancher Fußballtrainer hätte seine helle Freude an dem Zulauf gehabt: Es werden gleich zwei Gruppen notwendig, um alle Teilnehmerinnen unterzubringen!
Und noch mal Neues. Im Herbst versuchen auch die Skifahrer sich zu organisieren. Die Abteilung bleibt jedoch mangels Schnee und wegen unüberbrückbarer Pistenprobleme in den Kinderschuhen stecken.
Anders die engagierten Tischtenniscracks. Sie gründen eine Sparte des Vereins, die sich über Jahre hin sehr erfolgreich schlagen soll.

1966

Die Platzeinfriedung im Haag steht wieder an. In Eigenleistung ersetzten die Sportkameraden die alten Holzbalken durch Betonpfosten und Eisenrohre.
Die Tischtennis–Damen bzw. –Herren spielen in der Kreisliga bzw. Kreisklasse gut mit.
Die Sportlerfamilie fliegt aus, Ziel der Vereinsfahrt ist der Bodensee, wo es "rund um das Schwäbische Meer" geht.

1967

Wieder fällt eine magische Grenze: Der Mitgliederstand überschreitet die Zahl 300.
Die Bemühungen um ein neues Sportgelände, ob im Osten des Ortes oder oberhalb der geplanten Sängerhalle, sind in der heißen Phase. In der Turnhalle der neuen Knorr–vonRosenroth–Schule wird erstmals das Wintertraining aufgenommen. Gymnastik– und Tischtennisabteilung haben eine neue Heimat.
Der Obst– und Gartenbauverein stellt am Sportplatz Spielgeräte und einen Sandkasten
für die Kinder auf.
Die TT –Herren steigen in die Kreisliga auf.

1968

Alle Bemühungen um ein neues Gelände scheitern, die Pläne werden ad acta gelegt. Nachdem die B–14–Planung mehr als vage scheint, wird der Pachtvertrag im Haag verlängert und mit der konkreten Planung eines eigenen Sportheimes begonnen.
Das 20–jährige Jubiläum wird entsprechend gewürdigt. Beide Vollmannschaften sowie eine Gründungselfbeteiligten sich an einem gelungenen Pfingstturnier.
Um Frau Löhner formt sich die Damengymnastik–Abteilung. Was einst von Männern ins Leben gerufen und fast ausschließlich genutzt wurde, wird jetzt zur festen Institution – sinnigerweise ab sofort ohne Herrenbeteiligung.

1969

Mit nunmehr 360 Mitgliedern präsentiert sich der Verein zur Mitgliederversammlung als "Sportverein", der natürlich auch, aber nicht nur, Fußball spielt.

1970

Die Vereinssatzung wird komplett überarbeitet und neu gefasst. Die Planungen für den Sportheimbau laufen auf Hochtouren, die Fertigstellung bis zum 25jährigen Jubiläum wird zum Ziel erklärt.

1971

Mit veranschlagten Baukosten von insgesamt DM 42.000,–– wird unter der Planaufsicht des Baugeschäftes L.Ottmann mit den Bauvorbereitungen begonnen. Das bisher größte Projekt soll mit Hilfe der Gemeinde und vor allem durch Spenden und viel Eigenleistung entstehen, die schmale Vereinskasse so wenig wie möglich belastet werden.

1972

Am 1. Juli wird der erste Spatenstich zum Bau selbst gemacht.
Nach langwierigen Verhandlungen mit dem Wasserwirtschaftsamt wegen des Hochwassereinzugsgebietes und dem Straßenbauamt wegen der noch immer nicht ausgestandenen eventuellen Verlegung der B14 kann es losgehen! Probleme bereiten zudem die Anschlüsse für Frisch– und Abwasser sowie für die Stromzufuhr (die noch Jahre auf sich warten lassen wird), da das Sportgelände im Außenbereich der Gemeinde liegt.

1973

Was viele Skeptiker kaum für möglich hielten ist wahr geworden – pünktlich zum Jubiläumsturnier an Pfingsten ist das schmucke Sportheim fertig! Mit bemerkenswertem Einsatz hat man das schier Unmögliche geschafft, in knapp einem Jahr das zu vollenden, wovon man seit Vereinsgründung geträumt hat.
Das erste Vierteljahrhundert seines Bestehens feiert der HSV mit Festtagen vom 31. Mai bis 24. Juni. Neben den Pokalturnieren für Schüler, Jugend, 1.u.2. Mannschaften und AH–Mannschaften gibt es auch ein Tischtennisturnier.

1974

Nachdem das Sportheim fertig ist, wendet man sich einem neuen Problem zu, der Schaffung eines zweiten Spielfeldes. Da neben den Senioren inzwischen fünf Jugendmannschaften im Spielbetrieb sind, leidet der Sportplatz unter der Dauerbelastung. Abhilfe schafft ein provisorischer F–Jugendplatz auf einer angrenzenden Wiese.
Neben den Alltagsproblemen beschäftigt die Vorstandschaft einmal mehr die Trainerfrage. Qualifikation und finanzielle Forderungen stehen im Mittelpunkt der Diskussion, knappe Vereinsfinanzen ebenso.
Die Tischtennis–Cracks schaffen im vierten Anlauf den Aufstieg in die Kreisliga I.

1976

Fortlaufende Bemühungen um einen Ausweichplatz – bisher kein Erfolg.
Der 1.Vorsitzende Werner Bald zieht aus Hartmannshof weg, Hans Pesel übernimmt
kommissarisch den Verein.

1977

Der Wechsel der gesamten Vorstandschaft setzt neue Akzente. Die Protokollstruktur wird reformiert.
Die Gebietsreform hat auch die Altgemeinde Hartmannshof erreicht. Die ordentliche Hauptversammlung in der Sängerhalle sieht erstmals den 1.Bürgermeister der neuen Großgemeinde Pommelsbrunn, Alois Schmid, in ihren Reihen. Der Bürgermeister wird spontan Vereinsmitglied und sagt seine Mithilfe bei der Suche nach einem Ausweichplatz bzw. der Erweiterung des bestehenden Sportgeländes zu.
Das Sportangebot des Vereins wird nach dem Wunsch einer Lehrergruppe um Volleyball erweitert.

1978

Die steigende Mitgliederzahl, wachsende Ansprüche an Ausstattung und Betreuung sowie die zunehmende Motorisierung der Aktiven und die damit verbundenen Kosten bereiten der Vorstandschaft vermehrt Kopfzerbrechen. In vielen Ausschuss–Sitzungen werden verwaltungs– wie spieltechnische Probleme gewälzt und Lösungen gesucht.
Die Mitgliederverwaltung wird auf ein EDVAbrechnungssystem umgestellt.
Die erneute Überarbeitung derVereinssatzung mit Beitragsfestsetzung und –ordnung nimmt viel Zeit in Anspruch. Für die Ausarbeitung zeichnet Günter Illing verantwortlich. Parallel dazu wird gleich eine neue umfassende Ehrenordnung geschaffen.
Das 30–jährige Bestehen wird mit einer Festwoche gefeiert. Schirmherr der Veranstaltungen, die auch einen Ehrenabend in der Sängerhalle beinhalten, ist Bürgermeister Schmid.

1979

Um die Beanspruchung des Spielfeldes zu mindern, wird am Fallberg eine Interimslösung geschaffen. Auf einer von W.Fischer gepachteten Wiese wird in Hand– und Spanndiensten ein Trainingsplatz mit provisorischem Flutlicht erstellt. Der finanzielle Aufwand für Holzmasten und Scheinwerfer ist nicht unerheblich. Unabhängig davon stellt Altbürgermeister Pfann dem Verein ein neues Sportgelände in Aussicht, das ebenfalls auf dem Fallberg gelegen ist. Verhandlungen sollen geführt werden, scheitern jedoch am ausgewiesenen Flächennutzungsplan. Sollten wieder alle Bemühungen umsonst sein? Mitte des Jahres zeichnet sich doch ein Silberstreif am Horizont ab. Ein Flächentausch im Haag scheint auf Vermittlung von Bürgermeister Schmid hin nicht ganz aussichtslos.
Neben den positiven Aspekten schlagen leider auch negative Punkte zu Buche. Die über die Jahre so erfolgreiche Tischtennisabteilung löst sich auf, weil vor allem der Nachwuchs fehlt. Ebenso zerfällt die Volleyballgruppe nach kurzem Bestand wieder mangels Interessenten.

1980

Die Vereinsjugend wird Mitglied im Kreisjugendring Nürnberger Land.
Die Vorstandschaft ist mit der Lösung einer neuen Problematik befasst: Vielfältige Interessen und Freizeitangebote bringen es mit sich, dass das Engagement bei Arbeitseinsätzen, vor allen Dingen im Kreise der jungen Sportkameraden, sehr zu wünschen übrig lässt. Um den Erhalt und die Weiterentwicklung des Sportgeländes zu gewährleisten, befasst man sich ernsthaft mit dem Gedanken, zumindest von Aktiven finanziellen Ausgleich für nicht geleistete Arbeitsstunden auf dem Sportfeld einzufordern.

1981

Ein lange gehegter Wunsch wird Wirklichkeit. Der Stromanschluss für das Sportgelände im Haag wird gelegt. Endlich kann im Vereinsheim von der Gasbeleuchtung auf elektrisches Licht umgestellt werden. Das Spielfeld erhält die längst fällige Flutlichtanlage. Für den Verein ein neuer finanzieller Kraftakt, da alleine die Materialkosten incl. Erdarbeiten sich auf ca. DM 15.000,–– belaufen.

1982

Verlängerung des Pachtvertrages im Haag, beabsichtigter Grundstückstausch und Kaufgesuche – eine unendliche Geschichte setzt sich fort. Stunden über Stunden, Gespräche über Gespräche gehen ins Land, die verschiedensten Modellewerden angedacht, diskutiert und wieder erworfen. Die Vorstandschaft ist nicht von ihrem Vorhaben abzubringen, das Gelände im Haag zu sichern und zu erweitern.
Das Sportheim erhält endlich auch einen Telefonanschluß, der neben der Erreichbarkeit künftig auch die pünktliche Ergebnismeldung an die Presse sicherstellt.

1983

Das Jahr steht ganz im Zeichen des 35–jährigen Bestehens. Das Jubiläum wird in großem Rahmen mit vielen Sportveranstaltungen und einem Festzeit auf dem Sportgelände gefeiert.
Sportlich geht es wieder aufwärts. Die "Erste" schafft nach 21 Jahren wieder den Aufstieg in die B–Klasse! Ein Erfolg, an dem Walter Brunner als Trainer und Spieler gleichermaßen großen Anteil hat.
Und die Grundstücksfrage? Akten– und Besprechungsvermerke wie Protokolle von Vorstands– und Ausschusssitzungen füllen mittlerweile einen dicken Leitz–Ordner! Unter Einschaltung der Gemeinde wird mit den verschiedensten Grundstückseignern und mit Hinzuziehung von Forst– und Landwirtschaftsamt verhandelt. Für die Erweiterung des Sportgeländes wird schließlich ein Grundstücks– Ringtauschprogramm in die Wege geleitet, das alle Wünsche der Eigentümer berücksichtigt. Jetzt gilt es nur noch, die entsprechenden Kauf–, Tausch– und Pachtverträge abzustimmen.
Den Verhandlungsführern, voran H.Pesel, G. Illing und H. Kellner muss man dankbar viel Geduld und großes Stehvermögen bescheinigen.

1984

Auf der Jahreshauptversammlung im Juli kann der 1. Vorsitzende Hans Pesel den Mitgliedern den glücklichen Abschluss der Grundstücksverhandlungen im Haag vermelden. Das Gelände ist nunmehr im Besitz der Gemeinde, und einem Ausbau um ein zweites Spielfeld steht nichts mehr im Wege. Ein Dank gilt allen Beteiligten für den Einsatz einerseits und die Kompromissbereitschaft und das Entgegenkommen andererseits.
Im November folgt in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Beschluss zum Bau eines zweiten Spielfeldes und der erforderlichen Einrichtungen. Mit einem Kostenvoranschlag von DM 40.000,–– plus einer gehörigen Portion Eigenleistung soll das Projekt schnellstmöglich angegangen werden.
Eine alte Tradition fällt. Die alljährliche Weihnachtsfeier im Sportlerkreis wird erweitert. Erstmals führt der HSV zusammen mit den anderen Ortsvereinen eine gemeinsame Weihnachtsfeier in der Sängerhalle durch. Man will den vielen Doppel– und Mehrfachmitgliedern der Vereine entgegenkommen und eine Feieranhäufung im Dezember vermeiden.

1985/1986

Beide Jahre sind gekennzeichnet von den Schwierigkeiten und Anstrengungen um den
Sportplatzbau. Unzähligen Arbeitseinsätzen standen Terminprobleme mit den beteiligten Firmen und nicht zuletzt mehrfach ungünstige Witterungsbedingungen entgegen. Durch möglichst umfangreiche Eigenleistungen sollten die Kosten möglichst niedrig gehalten werden. Dazu tragen kostenlose Materiallieferungen der Firma Sebald und die unentgeldliche Zurverfügungstellung von Arbeitsgerät durch die Firmen Kopp, Schütz und Maisel erheblich bei.
Nach mehrfachem Durcharbeiten des Bodens, Drainage und Roh– und Feinplanie kann im Sommer 1986 endlich der Rasen angesät werden. Das schlechte Herbstwetter und der folgende lange Winter sollen jedoch verhindern, was geplant ist: die Platzeinweihung im Juni 1987.
Auch Wermutstropfen bleiben nicht aus. Die 1. Mannschaft verabschiedet sich wieder aus der B–Klasse, die Freude war nur kurz. Im Vorstand kündigen Hans Pesei, Günter
lliing und Erich Kroner die Beendigung ihrer Tätigkeit zur nächsten Wahl an. Jüngere sollen Verantwortung übernehmen.

1987

Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Alois Schmid wird das erweiterte Sportgelände vom 5. bis zum 8. Juni mit einem Pokalturnier eingeweiht. Allzu viel "Weihwasser" von oben und die noch nicht trittfeste Grasnarbe auf dem neuen Spielfeld lassen ein offizielles Eröffnungsspiel leider nicht zu. Selbst das Turnier muss verkürzt werden, um nicht in eine Schlammschlacht auszuarten. Dennoch können alle geselligen Veranstaltungen im Festzeit unter Einsatz vieler freiwilliger Helfer problemlos durchgeführt und damit auch die durch den Platzbau etwas angespannte Finanzlage des Vereines erfreulich verbessert werden.
Der aktuelle Mitgliederstand beträgt 392.
Auf der Jahreshauptversammlung im Juli kommt es zum angekündigten Generationenwechsel. Dankenswerterweise wird Hans Pesel sich nicht vollständig aufs Altenteil zurückziehen, sondern dem Verein nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der neuen Vorstandschaft steht mit den Vorbereitungen für das 40–jährige Vereinsjubiläum gleich eine große Aufgabe ins Haus. Ein erster größerer Rasenmäher wird angeschafft.

1988

Mit Festzeit und einem umfangreichen Sportprogramm wird dem 40. Geburtstag des Vereines standesgemäß Rechnung getragen. Hans PeseI wird in Anerkennung seiner Verdienste und des Geleisteten während seiner langen Amtszeit zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
Für die Vorstandschaft bleibt keine Zeit, die Hände in den Schoß zu legen. Die Drainage des neuen Spielfeldes muss verbessert und zum Hangl Waid hin eine Ringdrainage angelegt werden. Auch die Drainage des B–Platzes bedarf einer Sanierung. Auf der Abraumhalde werden Parkplätze planiert und aufgeschottert.
Ein großes Ziel wird erreicht. Die Fläche, auf denen das Sportheim liegt, kann mit Unterstützung der Gemeinde vom Verein erworben werden. Für die Pflege des Sportgeländes wird die Anschaffung eines großen Rasenmähers unumgänglich. Auch in der Frage des Vereinslokals kann eine Klärung herbeigeführt werden. Die Patrizier–Bräu, an deren Lokal "Goldener Hirsch" bzw. den Bierbezug der Verein aus frühen Zeiten noch immer vertraglich gebunden ist, löst diesen Vertrag auf.

1989

Die Vorstandschaft beschließt die Trennung von Rechnungsjahr und Geschäftsjahr. Künftig ist das Rechnungsjahr gleich dem Kalenderjahr, während das Geschäftsjahr im Berichtszeitraum zwischen den Jahreshauptversammlungen im Sommer jeden Jahres angesiedelt ist.
Die Arbeiten am Sportgelände werden fortgeführt. Arbeitsdienste finden regelmäßig statt.

1990

Neben dem Sportheim wird ein Gerätehäuschen mit überdachtem Grillstand gebaut, da der Platz im Heim längst nicht mehr ausreicht. Auch die Gasversorgung für die Öfen und den Duschboiler wird modernisiert. Ein umzäunter Flüssiggastank wird installiert. Ehrenvorstand Fritz Pirner erhält eine Ehrung des Verbandes für 40 Jahre Schiedsrichtertätigkeit für den Verein.
Sportlich gibt es nichts Gutes zu vermelden. Die "Erste" als Aushängeschild des Vereins
landet in der C–Klasse "unter ferner liefen".

1991

Neuer Trainer – neuer Beginn? Die 1. Mannschaft schöpft wieder Hoffnung. Die Vorstandschaft unternimmt alles im Rahmen des Machbaren, um den Erfolg wieder in den Haag zu zwingen. Abgewanderte Spieler kehren heim. Schlechter Trainingsbesuch und mangelndes Engagement bedürfen dringend einer Änderung!

1992

Das neue, große Gelände erfordert entsprechende Pflege. Der Kauf eines neuen Rasentraktors für die Mäharbeiten und die ständige Rasenpflege wird notwendig. Für den Verein bedeutet dies eine große Investition! Für das Gerät wird eine vorläufige Unterstellremise gebaut.
Engagierte Sportkameraden gründen und betreuen eine F–Jugend–Mannschaft.

1993

Die Erweiterung des Sportangebotes im HSV ist eng mit einem Namen verbunden: Theresia Brunner. Ob Skigymnastik oder Radltreff – (im Sommer) alles geht auf ihre Initiative zurück. Zusammen mit ihrer Vorgängerin Elisabeth Löhner und den Damen der Abteilung kann sie das 25–jährige Jubiläum der Damengymnastik im Verein feiern, die sie zwischenzeitlich leitet.
Der Vorstand befasst sich mit Plänen um die Erweiterung bzw. Renovierung des Vereinsheimes. Zum einen sind die Duschanlagen nicht mehr zeitgemäß, zum anderen entsprechen weder Umkleidekabinen noch Aufenthaltsraum den heutigen Anforderungen.

1994

Im August beginnt der Um– und Ausbau des Sportheimes. Nach eingehenden Beratungen und Planungsdiskussionen soll möglichst ohne Störung des laufenden Spielbetriebes und mit dem geringsten Kostenaufwand gebaut werden, da die Vereinskasse "große Sprünge" nicht zulässt.
In Rekordzeit, nämlich bereits im Oktober, sind die Umkleidekabinen umgebaut und wieder nutzbar. Er folgen Duschen, Schiedsrichterkabine und Toilette sowie der neue Anbau und die komplette Dachumdeckung. Die Kosten können dank eines Herbert Roth bei der Materialbeschaffung und des immensen Einsatzes freiwilliger Kräfte sowie einiger kostengünstigst arbeitender Handwerker extrem niedrig gehalten werden. Ein Ausdruck der Einsparungen sind die Stunden, welche von einzelnen Sportkameraden auf der Baustelle geleistet wurden: Georg Zagel brachte es auf sagenhafte 650 Arbeitsstunden. Ihm folgten Hans Peter Hubmann mit 551, Siegfried Zagel mit 324, Reinhard Sommer mit 308, Hans Schwederski mit 242 und Martin Steckert mit 196 Stunden, um nur die Spitzenreiter der vielen Helfer beispielhaft anzuführen. Dank des Zuschusses durch den Fußballverband und der Unterstützung der heimischen Firmen mit vielen Sach– und Materialspenden kann der Verein trotz der vielen Investitionen in den zurückliegenden 20 Jahren schuldenfrei in die Zukunft sehen.
Neues auf dem Gymnastik–Sektor. Theresia Brunner greift eine Initiative der Krankenkassen auf und bietet nach entsprechender Ausbildung eine spezielle, präventive Wirbelsäulengymnastik an. Der Zuspruch ist so rege, dass sofort in zwei Gruppen gearbeitet werden muss.
Gleichzeitig entstehen die Gruppen für Kinderturnen für die man dankenswerterweise rasch Leiterinnen finden kann.
Die "Erste" enttäuscht nach einer verkorksten Saison auf der ganzen Linie. Die Verbandsrunde wird mit der roten Laterne des Schlusslichtes beendet. Wieder stehen vielschichtige Überlegungen um die Zukunft an.

1995

Dank der Gymnastik– und Turngruppen kann der Verein auf die stolze Zahl von über 500 Mitgliedern blicken.
Das neue Sportheim mit schmuckem Aufenthaltsraum, Küche und Toilettentrakt wird nach nur knapp einjähriger Bauzeit im Oktober offiziell eingeweiht. Geladen sind neben den vielen tatkräftigen Helfern auch die Firmen und Sponsoren, die zur Finanzierung beigetragen haben.

1996

Nun ist der "alte" B–Platz an der Reihe. Vor den Toren wird neu drainiert und der Rasen frisch angesät. Die mittlerweile schon lädierte und zum Teil schiefe Einfriedung wird Zug um Zug erneuert, die Bänke werden saniert. Auch hier entstehen dank des selbstlosen Einsatzes vieler Sportkameraden kaum Kosten für den ohnehin schmalen Vereinssäckel.
Im sportlichen Bereich laufen schon die Planungen für die 1.Mannschaft in der Saison 97/ 98 an, wo mit nachrückenden Spielern aus der eigenen Jugend und einem Spielertrainer ein erneuter Anlauf zu besseren Zeiten gemacht werden soll.
Das neue Sportheim erweist sich als Volltreffer. Neben seiner sportlichen Bestimmung findet es auch in der Bevölkerung guten Zuspruch als Örtlichkeit für Familienfeste, Geburtstagsfeiern und ähnliches.

1997

Trotz wenig erfolgreicher Seniorenfußballer setzt sich der Trend in der Mitgliederbewegung fort. Zur Jahresmitte zählt der Kassier stolze 567 Mitglieder.
Der neue Gymnastikschlager heißt AEROBIC. Conny Ohr schart damit neue Gesichter um sich, ohne die bisherigen Gymnastikgruppen zu schwächen.
Auch im Fußball geht es aufwärts. Nach längerer Pause kann wieder eine Reserveelf zum Spielbetrieb gemeldet werden. Die 1. Mannschaft verzeichnet neben dem eigenen Nachwuchs noch einige Zugänge junger Spieler aus dem Umkreis und schafft es bis zur Winterpause, sich mit in der Spitzengruppe der Tabelle zu etablieren. Die gezeigten Leistungen der jungen Truppe bringen Sonntags bei den Heimspielen auch wieder Zuschauer in den Haag!

1998

Für das große Fest zum 50–jährigen Jubiläum stehen jede Menge Arbeiten an. Das gesamte Sportgelände soll sich in bestem Zustand präsentieren.
Und es gibt noch viel zu tun! Neue Bänke für die Zuschauer sind zu setzen. Für den B–Platz wie für die Kleinsten sind neue Netze bzw. Metalltore fällig. Die Platzumrandung des B–Platzes muss noch vervollständigt werden.
Den mittlerweile über 650 ! Mitgliedern und der gesamten Bevölkerung soll zum Jubiläum ein buntes Fest geboten werden, das hoffentlich recht viel Zuspruch findet.

Zuletzt aktualisiert: 24.10.2017